XLetix Challenge

Ich habe mir die Langdistanz des Bewerbs  mit 23km+ und ca. 1300 zu überwindeten Höhenmetern als Ziel gesetzt.
Der Start selbst war am Gebirgspass von Kühtai in Tirol bereits auf 2030m Seehöhe, was für einen Burgenländer von Haus aus schon unübliche "Sauerstoffnot" von Beginn an bedeutet - was aber diese Herausforderung noch  einmal interessanter und anspruchsvoller gemacht hat.
Vom Start weg ging es wie üblich quer durch die Botanik, durch Wasser und Schlamm und sofort mal ordentlich bergauf und bergab - durchzogen mit vielen zum Teil recht schweren Hindernissen, die manchmal fast nur im Team zu bewältigen waren.
Nach einigen recht anstrengenden nassen Kilometern hat jedoch der eigentliche Bewerb erst richtig begonnen.
Der erste lange und steile Anstieg quer durch Almen, Bäche und Felsen war zu bewältigen - rauf zum ersten Gipfel.
Die Waden haben geraucht. Natürlich wieder jede Menge kraftraubende Hindernisse und Wasserfallen damit man ja nicht versehentlich mal trocken wird.....wäre ja langweilig.
Das unglaubliche Panorama des Tals mit der sehr unterschiedlichen Landschaft, Stauseen usw. hat jedoch jeden Meter hinauf zum Erlebnis werden lassen.
Schliesslich war man einige hundert Meter höher und  komplett nass durch Schnee am ersten Gipfel angekommen, was schon  das erste Gefühl es sozusagen geschafft zu haben hervorgerufen hat.
Danach ging es bei wieder unglaublicher Aussicht einen sehr steilen Abstieg, teilweise abgeseilt hinunter bis auf die Staumauer des Finstertal Speichersees.
Diese entlang waren die ersten 10 anstrengenden Kilometer auch schon hinter mir.

In weiterer Folge ordentlich auf und ab, fast ausnahmslos nur Laufwege die nicht das geringste mit einem Weg zu tun hatten....Felsen, Bäche und dergleichen. Jeder Kilometer anders als der vorherige.
Viel Schlamm und Wasser später kam man dann wieder unten im Tal an - quer durch einen saftigen Hindernisparcour -  damit man ja nicht zu viel Kraft für den wieder langen Anstieg auf die Spitze der anderen Talhälfte übrig hat.

Hier hat, ab ca. km 15 beim bergauf das Wetter massiv umgeschlagen und im weiteren Verlauf gezeigt, wie schnell man auf Bergen Probleme bekommen kann.
Schlagregen und  massive Windböen knapp über Null grad während man durchnässt ist und mit den Kräften schon dem Ende zu geht , haben den zweiten Anstieg und die restlichen Kilometer zur absolutenWillens- und  Härteprobe werden lassen. Die schwierigsten Hindernisse hat sich der Veranstalter logischerweise auch für diesen Abschnitt aufgehoben.... Oben angekommen galt es dann noch Sandsäcke im weiteren Verlauf 1km mitzuschleppen und danach einen Sprint auf Zeit schaffen zu müssen.

Endlich ging es bergab, da Ziel war nahe und der innere Schweinehund wurde wieder still. Die letzten Hindernisse wurden dann auch noch irgendwie bewältigt und dann war man am Ende ...und nach 23km im Ziel...und glücklich.

In Summe ein unvergesslicher Lauf bei einer Kulisse die ihr gleichen sucht.LG Jürgen